BSL100 - die nächste Generation: Infineon Tricore
Man kann BSL100 nicht direkt als Nachfolger von BDM100 betrachten, aber
es greift wie das BDM-System über einen speziellen Port direkt auf Prozessor und
Eprom-Speicher des Steuergerätes zu.
Gemeinhin als Bootmode bezeichnet ist
ist dieser Port das Infineon Pendent zu dem Motorola/Freescale BDM-Port.
Im Gegensatz zum BDM-Port, dessen Pins nur für diesen Zweck verwendet
werden, ist die Bootmode-Schnittstelle gleichzeitig einer der CAN-Busse.
Da neue Steuergeräte direkt nach der Bestückung auch über diesen Port
programmiert werden, hat man ihn bei Bosch auch wieder auf ein
14-poliges Pad-Array gelegt. Es sieht den BDM-Port zum verwechseln
ähnlich, funktioniert aber völlig anders.
Um den Prozessor in den Bootmode zu schicken ist eine Änderung auf
der Leiterkarte erforderlich. Diese Änderung hängt vom Typ des
Prozessors und damit von Steuergerätetyp ab. Im einfachsten Fall muß ein Pin des Prozessors nach Masse gezogen werden,
damit diese Funktion aktiviert werden kann. Dazu liegt dem System eine
Prüfspitze mit Dreibein und eine Anschlußleitung bei, die in die Buchse
auf dem BSL-Tastkopf gesteckt wird.
Die Stromversorgung passiert auch über diesen Tastkopf und im
Gegensatz zum BDM wird die Betriebspannung nicht per Schalter sondern
vom BSL100 kontrolliert ein- und ausgeschaltet.
Zunächst implementiert ist eine automatische Erkennung der Prozessoren
TC1766, TC1767, TC1796 und TC1797, sowie der externen Eproms 29CD16,
29CD32, 58BW16BB und BT.
Zur Kontaktierung wird der Positionierrahmen BDM140.K/P mit dem entsprechenden
Tastkopf BSL130 oder BSL131 benötigt.
Liste der Steuergeräte, die erfolgreich am BSL100 getestet worden sind.
Liste der Fahrzeuge, die erfolgreich am BSL100 getestet worden sind.
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